02.02.2008 Allgemein, Fehler, Schutz Kein Kommentar

Mittelohmige Sternpunktsbehandlung

Unter der mittelohmigen Sternpunktsbehandlung versteht man eine Sonderform der Kurzfristigen niederohmigen Sternpunktserdung (KNOSPE).

Bei der KNOSPE wird kurzzeitig in einem gelöschten Netz eine sehr niederohmige Sternpunktsverbindung hergestellt, um Erdschlüsse durch diese Stromerhöhung leichter orten zu können. (Laut Norm ist dies eine Sonderform der Erdschlusslöschung). Bei der KNOSPE wird meistens ohne den Widerstand wegzuschalten wieder abgeschaltet.

Die mittelohmige Erdung verbindet die Vorteile der Löschung (Reduktion der Erdströme) und der KNOSPE (Fehlerortung). Es wird kurzfristig ein kleiner Strom parallel zu Petersenspule eingespeist.

Der Vorteil ist, dass die Ortungsströme relativ klein bleiben, aber die Größe aussreicht, um eine Ortung zu ermöglichen. Durch die kurzzeitige Zuschaltung und nicht Abschaltung bei zugeschaltetenem Widerstand, ist die Strombelastung für die LS geringer. Weiters werden durch die niedrigen Fehlerströme und die kurzen Zu- und Abschaltzeiten die Berührspannungskurven leichter eingehalten.

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